2 weitere News zur Biontech-Aktie

The Motley Fool

Veröffentlicht am 13.07.2021 10:44

Aktualisiert 13.07.2021 11:05

2 weitere News zur Biontech-Aktie

Biontech (NASDAQ:BNTX) (WKN: A2PSR2)-Aktien können sich weiterhin auf einem hohen Kursniveau halten. Anders als Curevac (NASDAQ:CVAC) (WKN: A2P71U) konnte das Mainzer Biotech-Unternehmen einen sehr erfolgreichen mRNA-Impfstoff entwickeln, der mittlerweile millionenfach verimpft wurde. Schwere Krankheitsverläufe werden so fast vollständig verhindert und solange es kein Heilmittel gegen COVID-19 gibt, bleiben die Impfstoffe weiterhin der einzige wirksame Schutz.

Zuletzt gab es zwei weitere Meldungen zur Biontech-Aktie.

1. Biontech darf Taiwan beliefern Lange Zeit hatte die chinesische Regierung Taiwan den Zugang zum Biontech-Impfstoff verweigert. Nun nimmt das Land über die zwei privaten Unternehmen Foxconn (TW:2354) (WKN: 956949) und Taiwan Semiconductor (WKN: 909800) den Umweg und bestellt insgesamt 10 Mio. Impfdosen. Die Firmen kaufen den in der Europäischen Union (EU) hergestellten Impfstoff bei Shanghai Fosun Pharmaceutical (SS:600196) (WKN: A1J68D) Tochter Fosun Industrial und stellen ihn dann dem Land als Geschenk zur Verfügung.

Die Kosten belaufen sich auf 350 Mio. US-Dollar. Eine erste Lieferung wird im September 2021 erwartet. Zudem spenden die USA und Japan zusätzlich 5 Mio. Dosen an Taiwan. Zuvor war jeder Versuch Taiwans, Biontech-Impfstoff aus der EU zu erwerben, gescheitert. Für das nächste und übernächste Jahr plant die taiwanische Regierung den Kauf von weiteren, inklusive 15 Mio. Dosen Moderna (NASDAQ:MRNA) (WKN: A2N9D9) der nächsten Generation.

Obwohl Taiwan ein hochentwickeltes Land darstellt, konnte aufgrund des Impfstoff-Mangels bis heute nur 0,3 % der Bevölkerung vollständig geimpft werden. Weltweit liegt die Quote hingegen bei 12,1 % (09.07.2021).

„Es war schon immer unser Ziel, möglichst vielen Menschen weltweit Zugang zu einem gut verträglichen und wirksamen Impfstoff zu verschaffen. Biontech freut sich, auch die taiwanesische Bevölkerung mit in der Europäischen Union hergestellten Impfstoffen versorgen zu können. Parallel dazu wird Biontech den Impfstoff weiter für den Einsatz gegen weitere bedenkliche Mutationen evaluieren“, so Biontechs Gründer und CEO Dr. Ugur Sahin.

2. Forschungen werden fortgesetzt Angesichts der aufkommenden Virusvarianten forscht Biontech an einem angepassten Impfstoff und hat bereits den Einsatz einer dritten Impfung (sechs Monate nach der zweiten Dosis) erprobt. Zwar schützen zwei Impfungen auch bei den Varianten weiterhin gegen einen schweren Verlauf, aber eine dritte Dosis erhöht einer Studie zufolge die Zahl der Antikörper noch einmal um das Fünf- bis Zehnfache. Das Verträglichkeitsprofil bleibt hingegen unverändert. Die Daten sollen bald den Zulassungsbehörden zur Beurteilung übermittelt werden.

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In Labortests zeigte sich kurz nach der zweiten Impfung allerdings bereits ein guter Schutz gegen die Delta-Variante. In Israel traten sechs Monate nach der zweiten Impfung dennoch Infektionen und symptomatische Erkrankungen auf, sodass Biontech eine dritte Dosis für sinnvoll hält.

Das Unternehmen arbeitet unterdessen bereits an einem angepassten Impfstoff, der auf die aktuellen Varianten abgestimmt ist. Klinische Studien sollen im August 2021 beginnen.

Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Taiwan Semiconductor Manufacturing (NYSE:TSM) und empfiehlt Moderna Inc.

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Dieser Artikel erschien zuerst auf The Motley Fool