Aktienbewertung.de | 21.05.2024 16:23
Das Erreichen der Marke von 40.000 Punkten im Dow Jones ist ein weiterer Meilenstein in der Geschichte des Index und hat zahlreiche Analysten dazu veranlasst, ihre Kursziele für den US-Aktienmarkt anzuheben. Noch ist die Berichtssaison in den USA und Europa nicht ganz vorbei, doch während US-Unternehmen eine vergleichsweise positive Gewinnentwicklung im ersten Quartal vorgelegt haben, war die Entwicklung in Deutschland rückläufig. Und morgen steht das Quartalsergebnis von Nvidia (NASDAQ:NVDA) an. Die Seitwärtstendenz im DAX sollte allerdings anhalten.
Frankfurt/Main, den 21.05.2024: Nach der positiven Berichtssaison in den USA haben zahlreiche Analysten ihre Gewinnziele und Kursziele angehoben. Der Chef-Investmentstratege von Yardeni Research, Ed Yardeni, zum Beispiel, teilte seinen Kunden mit, dass der DJIA-Index bis 2030 um 50 % auf 60.000 Punkte steigen wird und der S&P 500 einen Anstieg auf 8.000 Zähler verzeichnen könnte. Der Dow Jones schloss am Freitag zum ersten Mal überhaupt über 40.000 Punkten. Das sind jährliche Zuwächse von rund 7 %, basierend auf einem Gewinnwachstum von 8,8 % jährlich bei den S&P 500-Unternehmen, was dem langfristigen Durchschnitt entspricht.
Gestützt wird diese Entwicklung von einer positiven US-Wirtschaftsentwicklung, hier beträgt der langfristige Durchschnitt des BIP-Wachstums rund 3 %. Gleichzeitig werden satte Gewinnspannen vom Analystenkonsens unterstellt. In diesem Jahr wird eine Gewinnspanne von 12,6 % und in den nächsten zwei Jahren von 13,6 % und 14,4 % erwartet.
In Deutschland sieht das Bild etwas anders aus. Im ersten Quartal verzeichneten die DAX-Unternehmen einen Umsatzrückgang um 3,6 %. Der operative Gewinn sank insgesamt um 1,9 %. Während die stabile US-Wirtschaft sich positiv auf die US- und DAX-Unternehmen im ersten Quartal ausgewirkt hat, war die Schwäche in China ein Grund für die negative Entwicklung, insbesondere im Automobilsektor. Sie haben im Vorjahr noch Rekordgewinne eingefahren, doch im ersten Quartal 2024 haben sie einen Gewinnrückgang von 25% eingefahren. Die Umsätze gingen ebenfalls zurück, so wie in der Chemie- und Energiebranche.
Für das zweite Quartal 2024 werden Analysten allerdings optimistischer. Die Deutsche Bank (ETR:DBKGn) zum Beispiel erwartet, dass die Gewinnentwicklung im DAX in den positiven Bereich zurückkehren wird. Sie bleiben mit einem Gewinnzuwachs von 5 % für das Gesamtjahr 2024 deutlich optimistischer. Die Berichtssaison ist also vor allem in den USA ein positiver Faktor gewesen, während die Hoffnung in Europa vor allem auf einem besseren zweiten Quartal beruht. Am kommenden Mittwoch wird noch ein US-Schwergewicht die Zahlen für die USA beeinflussen, Nvidia. Analysten erwarten beim KI-Chiphersteller einen Gewinn je Aktie von 5,58 USD und beim Quartalsumsatz 24,53 Mrd. USD. Man darf auf den Ausblick gespannt sein, zumal neue, leistungsfähigere Halbleiter (Blackwell-Chips) ihren Verkaufsstart Mitte Dezember haben sollen.
Vor diesem Hintergrund sind Seitwärtsprodukte nach wie vor eine attraktive Alternative zu einem direkten Investment. Der vor einer Woche empfohlenen Discount-Put-Optionsschein mit der ISIN DE000MG3YNB2 hat knapp 3 % zulegen können. Das Papier bleibt nach wie vor haltenswert – obwohl der DAX am Rekordhoch notiert. Der Puffer ist allerdings groß: Bleibt der DAX bei Fälligkeit im September 2024 unterhalb des Floors bei 20.000 Punkten, erzielen Anleger eine Maximalrendite von 14,3 % (42,4 % p.a.). Steigt der DAX bei Fälligkeit über die Marke von 20.000 Punkten, verringert sich der Gewinn. Der Break-even liegt bei 20.151 Punkten. Oberhalb von 21.000 Zählern entsteht ein Totalverlust. Im Depot sollte der Anteil von Hebelpapieren daher auf 1 bis 2 % begrenzt sein.
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