Warum Schwellenländer-Aktien vor einem dramatischen Kursanstieg stehen

Warum Schwellenländer-Aktien vor einem dramatischen Kursanstieg stehen

Michael Kramer  | 08.11.2019 12:20

Aktien aus Schwellenländern könnten in den kommenden Monaten in die Höhe schießen. Gemessen am iShares MSCI Emerging Markets ETF (NYSE:EEM) hat sich dieser Markt im Jahr 2019 deutlich schwächer entwickelt als der S&P 500 und ist nur um 12,8% gestiegen. Der S&P 500 verzeichnete indes einen Anstieg von 23,1%.

Das kann sich jedoch bald ändern. Einige Optionshändler schließen große Wetten ab, dass der EEM deutlich ansteigt, und zwar um bis zu 14% in den nächsten sieben Monaten.

Der technische Chart zeigt, dass der ETF einen sehr starken langfristigen Abwärtstrend überwunden hat und sich nun einem bedeutenden Breakout nähert. Die Emerging Markets scheinen endlich aus dem Tal der Tränen entkommen zu können, da die Weltbörsen in der Hoffnung auf ein Handelsabkommen zwischen den USA und China und dem Potenzial für eine globale wirtschaftliche Erholung auf breiter Front nach oben gehen.

EEM: Investoren setzen auf Rallye

In den letzten Tagen ist das Open Interest für die "December 20 EEM $45 Calls" um fast 340.000 Kontrakte gestiegen. Damit ein Käufer dieser Calls einen Gewinn erzielen kann, müsste der ETF auf rund 45,50 US-Dollar steigen, was einem Zuwachs von rund 3% entspräche.

Noch größer ist jedoch die Wette, die für die "June 19, 2020 $50 Calls" abgeschlossen wurde, bei denen das Open Interest Level um über 283.000 Kontrakte gestiegen ist.

Nach Angaben von Trade Alert handelt die Mehrheit dieser Call-Optionen auf dem ASK, was darauf hindeutet, dass die Calls gekauft wurden, was wiederum eine Wette darauf signalisiert, dass der EEM in den kommenden Monaten steigen wird. Die Calls werden derzeit mit etwa 0,40 US-Dollar pro Kontrakt gehandelt, was bedeutet, dass der ETF für einen Käufer der Calls, um einen Gewinn zu erzielen, auf etwa 50,40 US-Dollar steigen müsste - ein Gewinn von etwa 14%, wenn er die Optionen bis zum Verfall hält.

Es ist auch keine kleine Wette, mit einem Gesamtwert von 287.000 $50 Call-Kontrakten im Wert von ca. 11,5 Millionen US-Dollar. Optionen sind nicht wie Aktien: Wenn der ETF den Ausübungspreis nicht erreicht, verliert der Trader seinen gesamten Einsatz.

Offene Positionen

(Investing.com)

EEM mit Befreiungsschlag

Der ETF hat sich auch von seinem steilen Abwärtstrend befreit, der seit dem Frühjahr dieses Jahres anhält. Er steuert nun auf den nächsten großen technischen Widerstands zu, der bei rund 45 US-Dollar liegt.

Sollte der ETF über dieses Widerstandsniveau steigen, könnte er sich weiter in Richtung 47,20 US-Dollar erholen. Das entspräche einem Zugewinn von gut 7% von seinem Kurs von 44,07 US-Dollar am 7. November. Wenn der ETF jedoch nicht in der Lage ist, den Widerstand zu knacken, könnte dies zu einem Kursrückgang auf 43,25 US-Dollar führen.

Emerging Markets ETF

Die Weltbörsen brechen aus

Ein bevorstehender Breakout des ETFs auf Schwellenländer sollte keine Überraschung mehr sein. Ich hatte am 25. Oktober geschrieben, dass die globalen Aktienmärkte im Begriff waren, auf der Grundlage des iShares MSCI ACWI (NASDAQ:ACWI) einen dramatischen Anstieg zu verzeichnen. Dieser ETF befindet sich nun auf dem höchsten Stand seit Januar 2018 und testet das Breakoutniveau bei 77,50 US-Dollar.

iShares MSCI ACWI ETF

In den letzten Tagen ist der Aktienmarkt deutlich gestiegen. Dabei hofft man auf eine weitere Deeskalation im US-amerikanischen und chinesischen Handelskrieg. Die jüngsten Schlagzeilen deuten nun darauf hin, dass die Zölle langsam zurückgefahren werden können und dass neue Zölle, die für Dezember geplant sind, nicht in Kraft treten werden.

Wenn man alle Puzzleteile zusammenfügt, wäre eine Rallye der Schwellenländeraktien durchaus angebracht, falls ein Handelsabkommen zustande kommt. Basierend auf der aktuellen Entwicklung der globalen Märkte sieht es so aus, als ob Aktien aus Schwellenländern in den kommenden Monaten zu den großen Gewinnern gehören könnten, insbesondere wenn das globale Wachstum wieder anspringt.

Michael Kramer

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wurscht suppe
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Handelsabkommen zwischen den USA und China sind nur fake news ... wer will verlieren ?. amiland braucht seine macht !!!  . . . alle reden von steigend ? evtl auch andere richtung ...-) . vorallerm manipulation der zentralbanken ...  schmeisst das geld in den gulli ... unglaublich geld ist nix mehr wert ...der einfache bürger wird brutal ausgenutzt und ausgebeutet ...  ... (Weiterlesen)

08.11.2019 12:47 GMT· Antwort
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