Wall Street erholt sich, Rohstoffe fallen

Wall Street erholt sich, Rohstoffe fallen

Swissquote Ltd  | 23.09.2020 10:41

Die Wall Street erholte sich am Dienstag nach vier aufeinanderfolgenden bärischen Sitzungen Die Bullen trieben die Aktien nach oben, auch wenn sich die Annahme der neuen Anreizmassnahmen durch den Kongress verzögert und die Anzahl der COVID-Fälle schnell steigt.

Die Erholung wurde durch die Technologieaktien angetrieben, Amazon (NASDAQ:AMZN) stieg über 5,5%, nachdem Bernstein die Unternehmensaktie auf «Outperform» hochstufte und aktivere Premium-Abonnenten und Verkäufer als Grund anführte. Apple (NASDAQ:AAPL), der Mutterkonzern von Google (NASDAQ:GOOGL), und Microsoft (NASDAQ:MSFT) zogen um 1,5% an.

Somit wies der Nasdaq am Dienstag die beste Performance auf und sicherte sich ein Plus von 1,71%. Der S&P 500 und der Dow Jones stiegen um 1,05% bzw. 0,52%. Sieben von elf Sektoren aus dem S&P 500 Index schlossen höher, die höchsten Renditen erbrachten die Sektoren IT und Nichtbasiskonsumgüter.

Oracle (NYSE:ORCL) konnte von der allgemeine positiven Stimmung nicht profitieren und gab 0,3% ab, nachdem eine chinesische Zeitung gemeldet hatte, dass die lokale Regierung den vorgeschlagenen Deal des Software-Giganten, einen Anteil an ByteDance-Tochter TikTok zu erwerben, um zusammen mit Walmart (NYSE:WMT) das US-Geschäft zu leiten, nicht genehmigten wird.

Tesla (NASDAQ:TSLA) gab 5,6% ab, nachdem CEO Elon Musk sagte, dass einige seiner wichtigsten Innovationen, die beim «Battery Day» vorgestellt wurden, noch Jahre auf sich warten lassen werden.

Die Nike-Aktien legten im regulären und ausserbörslichen Handel zu, nachdem das Unternehmen eine Performance für das 1. Quartal gemeldet hatte, die selbst die optimistischsten Prognosen übertroffen hat. Die Aktie lag bei Börsenschluss 3,1% höher und im ausserbörslichen Handel 8%.

Die asiatischen Aktien zeigten sich am Mittwoch durchwachsen, da die Märkte nach und nach auf den von der Wall Street ausgelösten bullischen Ton übergehen.

Zum Zeitpunkt der Verfassung dieses Newsletters lag der chinesische Shanghai Composite 0,32% im Plus und der Shenzhen Component verbuchte einen Anstieg von 0,45%. Die Spannungen zwischen den USA und China stehen wieder im Rampenlicht, nachdem US-Präsident Donald Trump der UN-Generalversammlung mitteilte, dass China dafür verantwortlich zu machen sei, das neue Coronavirus in die Welt freizusetzen. China beschuldigte Trump zu lügen und die UN-Plattform zu instrumentalisieren. Aber der chinesische Präsident Xi Jinping sagte gegenüber UN-Vertretern jedoch, dass er keine Absicht hätte in einen Kalten oder einen heissen Krieg mit einem Land zu geraten.

Der japanische Nikkei 225 lag an seinem ersten Handelstag der Woche 0,08% im Minus, aber der Index lässt seine Tagestiefs hinter sich und könnte eventuell höher schliessen. Der südkoreanische KOSPI liegt nach ersten Verlusten 0,17% im Plus.

In Hongkong fiel der Hang Seng Index um 0,17%.

In Australien ist der S&P/ASX 200 um 2,42% gestiegen. Die Grenzbeschränkungen zwischen Queensland und New South Wales werden gelockert, da das Land die zweite Welle des Coronavirus einschränken konnte.

Am Rohstoffmarkt blinken alle Preise rot auf. Die Ölpreise fallen, da das American Petroleum Institute (API) meldete, dass die Brennstoffbestände in den USA um ca. 7,7 Mio. Barrel gefallen sind, das ist acht Mal weniger als die erwartete Zahl. Der Rückgang lässt vermuten, dass sich die US-Nachfrage nach Öl nicht erholt. Sowohl WTI als auch Brent büssten über 1% ein. Die steigenden Fälle im Vereinigten Königreich, in Spanien und Frankreich erhöhen die Sorgen, dass die Ölnachfrage von der Pandemie stärker beeinträchtigt werden wird. Die US Energy Information Administration wird später heute Daten zu den Ölbeständen veröffentlichen.

Gold weitet seinen bärischen Trend am Mittwoch aus und geht auf seinen niedrigsten Wert seit Ende Juli. Das Metall verbucht aktuell ein Minus von 1,49% und liegt bei 1879 USD.

Gold verliert an Boden, da der US-Dollar weiter steigt. Die amerikanische Währung wird durch einen robusten US-Wohnungsmarkt und einen schwächeren Euro unterstützt, da die COVID-Erkrankungen in Europa schnell steigen. Die Verkäufe bestehender Wohnungen in den USA stiegen im August auf über 6 Millionen, die höchste Zahl in 14 Jahren.

Somit liegt der USD Index 0,22% höher bei 94,225, der höchste Wert seit Ende Juli. Der EURUSD ist um 0,18% auf 1,1684 gefallen. Griechenland und Dänemark führen neue Massnahmen zur sozialen Distanzierung ein, und viele europäische Länder wie Spanien und Frankreich könnten es ihnen nachmachen.

Das Pfund ist sowohl gegenüber dem US-Dollar als auch dem Euro gefallen, da der britische Premierminister Boris Johnson gezwungen war, neue restriktive Massnahmen einzuführen, um die schnelle Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Der GBPUSD steht vor dem Test seines gleitenden 100-Tages- und 200-Tagesdurchschnitts. In der Zwischenzeit hält der Pessimismus um die Brexit-Gespräche an.

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