EU-Kommission lehnt Stahlfusion von Thyssenkrupp und Tata ab

EU-Kommission lehnt Stahlfusion von Thyssenkrupp und Tata ab

Swissquote Ltd  | 12.06.2019 09:16

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In Brüssel ist nun auch offiziell das erwartete Nein zur Fusion der europäischen Stahlaktivitäten von Thyssenkrupp (DE:TKAG) und Tata Steel verkündet worden. In der vorgesehenen Form "hätte der Zusammenschluss ... zu einem Anstieg der Preise geführt", erklärte Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager. Sowohl bei Verpackungsstahl als auch bei feuerverzinktem Stahl für die Autobranche wäre ein wirksamer Wettbewerb bei einem Zusammenschluss der beiden Hersteller nicht mehr gewährleistet gewesen, argumentierte die Kommission. Abnehmer hätten auch nicht auf Importprodukte zurückgreifen können, um möglicherweise drohende Preiserhöhungen zu umgehen. Deshalb habe die Kommission die Fusion von Nummer zwei und drei der europäischen Flachstahlbranche untersagt. Das Verbot kommt nicht überraschend. Thyssenkrupp und Tata Steel hatten das vor einem knappen Jahr besiegelte Vorhaben schon vor fast vier Wochen beerdigt, nachdem Vestager für die Freigabe ultimativ weitere Zugeständnisse verlangt hatte.

Aktien Schweiz

Der Aktienmarkt in der Schweiz ist am Dienstag auf den höchsten Stand seiner Geschichte gestiegen. Der SMI kletterte im Tagesverlauf bis auf 9.871 Punkte und übertraf damit das bisherige Allzeithoch vom 3. Mai um rund 85 Zähler. Der SMI gewann 0,9 Prozent auf 9.836 Punkte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 18 Kursgewinner und zwei -verlierer gegenüber. Umgesetzt wurden 51,06 (zuvor: 43,72) Millionen Aktien. Zu den stärksten Werten gehörten Bankenaktien, die in diesem Jahr deutlich hinter dem Markt zurückgeblieben sind. UBS (SIX:UBSG) kletterten um 1,9 Prozent und Credit Suisse (SIX:CSGN) um 2,7 Prozent. Lafargeholcim verteuerten sich um 1,6 Prozent, nachdem die UBS den Wert nun nicht mehr zum Verkauf empfiehlt. Für die Roche-Aktie ging es um 1,4 Prozent nach oben, nachdem die US-Arzneimittelbehörde sich positiv zu einigen Präparaten geäussert hat. Swatch und Richemont (SIX:CFR) profitierten von der Hoffnung auf eine Stimulierung der chinesischen Wirtschaft und rückten um 0,9 bzw 1,6 Prozent vor. Die Lonza-Aktie gehörte erneut zu den Lieblingen der Anleger und stieg um weitere 2,3 Prozent. Seit Jahresbeginn beläuft sich das Kursplus in dem Wert auf rund 30 Prozent.

Aktien international

Europa

Mit Aufschlägen haben Europas Aktienmärkte am Dienstag den Handel beendet. Übergeordnet positiv wurde gewertet, dass US-Präsident Donald Trump die eigentlich für den Vortag geplanten Strafzölle gegen Mexiko nach einer Einigung mit dem südlichen Nachbarn am Wochenende für unbestimmte Zeit ausgesetzt hat. Auch die Aussicht auf baldige US-Zinssenkungen stützte. Nun hoffen Anleger, dass es auch im US-chinesischen Handelskonflikt eine baldige Lösung gibt. Nachdem am Pfingstmontag die Börse in Deutschland neben weiteren geschlossen geblieben war, ging es für den DAX um 0,9 Prozent auf 12.156 Punkte nach oben, allerdings hatte der Index im Tageshoch schon bei 12.227 Punkten gelegen. Der Euro-Stoxx-50 kletterte um 0,4 Prozent auf 3.401 Punkte - er nahm einen Teil der Gewinne bereits am Vortag vorweg. Von der gestiegenen Risikobereitschaft profitierten vor allem die Aktien der zyklischen Unternehmen. So waren die Minenwerte mit einem Sektorplus von 2,8 Prozent grösster Gewinner in Europa, gefolgt von den Automobilwerten, die um 1,6 Prozent zulegten. Sie galten als einer der grossen Verlierer einer höheren Zollschranke zwischen den USA und Mexiko. Die Thyssenkrupp-Aktie stieg mit den zyklischen Werten um 4,8 Prozent und war grösster Gewinner im DAX.

USA

Nach einer Achterbahnfahrt hat die Wall Street den Dienstag mit Mini-Verlusten beendet. Nach sechs Tagen in Folge mit Gewinnen fehlte die Dynamik nach oben. Aber die Teilnehmer taten sich vor allem auch schwer, die widersprüchlichen Signale zu verarbeiten. Während die Hoffnung auf eine Lockerung der US-Geldpolitik ebenso stützte wie chinesische Massnahmen zur Stimulierung der Wirtschaft, lastete der US-chinesische Handelsstreit schwer auf den Kursen. Denn dort kamen wieder rüde Töne auf. So kündigte Chinas Aussenminister eine harte Reaktion an, sollten die USA den Konflikt weiter eskalieren lassen. Von chinesischer Seite gab es noch keine Bestätigung, dass Präsident Xi Jinping sich dort mit Trump treffen wird. US-Handelsminister Wilbur Ross sagte in einem CNBC-Interview, er rechne letztlich mit einem Abkommen, doch sollten die Anleger nicht auf eine schnelle Lösung hoffen. Der Dow-Jones-Index verlor 0,1 Prozent zu auf 26.049 Punkte. Der S&P-500 fiel um 1 Punkt, der Nasdaq-Composite tendierte nahezu unverändert. Den 1.490 (Montag: 1.782) Kursgewinnern standen 1.457 (1.185) Kursverlierer gegenüber. Unverändert schlossen 98 (81) Titel. Mit einem Kurssprung von 10 Prozent reagierte die Aktie von Casey's General Stores auf besser als erwartete Ergebnisse für das vierte Quartal. Hier verdiente die Einzelhandelskette 25,2 Millionen Dollar bzw. 68 Cent je Aktie. Analysten hatten nach 51 Cent im Vorjahr lediglich 46 Cent erwartet.

Asien

Uneinheitlich zeigen sich die Börsen in Ostasien und Australien am Mittwoch. Eine Ausnahme macht Hongkong, wo es für den HSI um 1,6 Prozent steil bergab geht vor dem Hintergrund von neuerlichen Massenprotesten gegen ein umstrittenes Auslieferungsgesetz.

Anleihen

Auch am Anleihemarkt dominierte die Unentschlossenheit. Die Titel konnten mit dem nachgebenden Aktienmarkt frühe Verluste aufholen, schafften aber nur vorübergehend den Dreh ins Plus. Die Rendite zehnjähriger Papiere verharrte schliesslich bei 2,14 Prozent.

Analysen

UBS erhöht LafargeHolcim (SIX:LHN) auf Neutral (Sell) – Ziel 48 CHF
Barclays (LON:BARC) senkt Ziel Thomas Cook (LON:TCG) auf 17 (46) p – Equalweight
CS erhöht Ziel Akzo Nobel (AS:AKZO) auf 85,30 (85,08) EUR – Outperform

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.

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