Bund-Future Langzeit: Mittelfristig sieht das echt gut aus

Bund-Future Langzeit: Mittelfristig sieht das echt gut aus

Henrik Becker  | 01.02.2019 18:21

Für den Bund-Future hatte ich in meiner letzten Analyse, vom Februar vergangenen Jahres, die Fortführung der damals bereits laufenden Korrektur beschrieben. Diesem Anspruch konnte die sich zwischenzeitliche Performance auch gerecht werden. Dennoch habe ich mich dazu veranlasst gesehen, mein damaliges Szenario umzustellen, wie Sie es den Charts entnehmen können. Der Grund hierfür liegt darin begründet, daß es dem Rentenkontrakt nicht gelungen ist das große 0.38 Retracement (155.64 Prozent) zu unterschreiten. Dennoch halte ich an dem großen Bild, wonach der Bund-Future eine sehr große Korrektur ausbildet, fest. Lediglich die mittelfristigen Avancen haben sich etwas verbessert.

Bund Future 24.1.2019

Ausblick:
Seit Anfang 2016 bildet der Bund-Future eine große Korrektur als Welle (X) der komplexen Korrektur (ABC-X-ABC) aus. Diese für sich genommen dreiteilige (a-b-c) Welle befindet sich in Welle (b) und damit in der zweiten Unterwelle, deren Charakter wieder aufwärtsgerichtet ist. Der eingangs schon erwähnte Aspekt, daß das 0.38 Retracement (155.64 Prozent) nicht erreicht geschweige denn unterschritten wurde, läßt die Ausbildung einer überschießenden Welle „B“ sehr wahrscheinlich erscheinen.

Wie im Chart dargestellt kann die kleinere (b) durchaus bis zum 1.38 Retracement (173.95 Prozent) steigen. Auf der folgenden Seite werde ich näher auf die interne Struktur der Korrektur, auf die mittelfristigen Aussichten eingehen. Die auf (b) folgende (c) schließt die Korrektur ab und wird dabei für einen kräftigen Wertverlust einstehen. Im Chart habe ich den Lauf zum 2.62 Retracement (141.91 Prozent) dargestellt. Dieses Szenario verkörpert das maximale (c) zur Verfügung stehende Potenzial.

So ganz utopisch erscheint diese Variante indes nicht, zieht man die Tatsache in Betracht, daß sich auf diesem Niveau auch die untere hellgraue Trendlinie befindet. Das unterhalb liegende Zeitlineal gibt wie immer Anhaltspunkte über den temporären Verlauf der einzelnen Wellen an. Somit sollte der Abschluß der Korrektur nicht vor 2021/22 erfolgen. Eine Wendung hin zu einer besseren Konstellation kann ich momentan, und für den dargestellten Zeitraum, nicht erkennen.

Die mittelfristigen Aussichten präsentieren sich, gegenüber ihren langfristigen Kollegen, wesentlich positiver. Ungeachtet dessen sollte der Aspekt, daß sich eine sehr große abwärtsgerichtete Korrektur ausbildet nicht in Vergessenheit geraten. Wie auf Seite „1“ bereits beschrieben, bildet sich Welle (b) als überschießende Welle „B“ aus. Dieses Privileg ist nur einer Welle „B“ vorbehalten und tritt für gewöhnlich als Teil einer Welle „4“ oder wie hier im Chart als „X“ auf. Das sehr häufig angesteuerte Ziel einer derartigen „B“ wird durch das 1.38 Retracement gebildet.

Für die folgenden Monate erwarte ich in der Tat den Anlauf an diesen sehr mächtigen Widerstand bei 173.95 Prozent. Aktuell steht der Index an dem nicht wesentlich minder mächtigen 1.00 Retracement bei 165.32 Prozent und kann hier durchaus leichte Abschläge hinnehmen müssen. Über nennenswerten Raum verfügt diese kleine Korrektur nicht; maximal bis zur Unterstützung bei 161.38 Prozent kann meiner Ansicht nach die Korrektur verlaufen. Ein eventueller Bruch dieser Linie würde das dargestellte Szenario ins Wanken bringen. Sehr realistisch ist dessen Eintreten indes nicht.

Diese Bewegung außer Acht lassend, erwarte ich für die kommenden Wochen den Ausbruch über das 1.00 Retracement (165.32 Prozent) und damit ein erneutes mittleres Kaufsignal. Anmerken möchte ich noch Folgendes: Eine überschießende „B“ bildet sich fast in jedem Fall als eine komplexe Korrektur aus. Resultierend daraus ist von immer wieder auftretenden Korrekturen auszugehen, lediglich die letzte Phase kann dann eine sehr hohe Dynamik aufweisen. In meinen wöchentlich erscheinenden Publikationen gehe ich wie immer auf die kurzfristige Konstellation ein.

Bund Future 24.1.2019

Fazit:
Der Euro-Bund-Future, um einmal den vollständigen Namen zu nennen, befindet sich sehr tief im Korrekturmodus, auch wenn der Chart einen konträren Eindruck vermitteln könnte. Diese Konstellation wird sich aller Voraussicht nach noch das gesamte Jahr hinziehen. Daher ist ein Kaufsignal lediglich dem kürzeren Horizont vorbehalten und wird über der 1.00 Linie (165.32 Prozent) ausgelöst. Sichern Sie Ihre kürzeren Positionen auf dem 0.76; längere auf dem 0.38 Retracement (159.23/155.64 Prozent) ab.

Die gesamte Analyse gibts hier.

Henrik Becker

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